Das Fräulein

Andrea Štaka, Suisse, Allemagne, 2006o

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Pleine d'espoir pour une vie meilleure, Ruža est arrivée de Belgrade en Suisse quand elle était jeune fille. Vingt-cinq ans plus tard, elle mène une cantine d'entreprise à Zurich, qu'elle gère avec rigueur et prospérité. Mais quand la jeune Ana de Sarajevo, apparaît, la vie de Ruža change brusquement. Une amitié se développe entre les femmes peu conventionnelles : Ruža s'ouvre lentement, tandis qu'Ana a un secret qu'elle ne veut pas affronter elle-même.

Das Fräulein ist sowohl ein eindrückliches Debüt als auch ein wichtiger Beitrag zum Schweizer Frauenfilm, da die Regisseurin facettenreich und konsequent vom Sich-Fremdfühlen in einem anderen Land aus weiblicher Sicht erzählt. Neben der spürbaren Sehnsucht nach Nähe und Wärme vermitteln sich Zerrissenheit, Entwurzelung und Einsamkeit, dies insbesondere in Aufnahmen der Stadt, die uns frösteln lassen, aber auch in den feinen visuellen Erschütterungen von Ordnung. (Auszug)

Tereza Fischer

Ein eindrückliches Drama um Einsamkeit, Entwurzelung und die Suche nach Heimat, das weit über die Ländergrenzen hinausweist.

Nina Scheu

Galerie photoso

decadrages.ch, 24/10/2006
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Village Voice, 16/09/2008
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Variety, 16/01/2007
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cinemabuch.ch, 21/05/2019
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Tages-Anzeiger, 15/11/2006
Der Verlust des Heimatgefühls

Andrea Štakas «Das Fräulein» ist mit Preisen geradezu überhäuft worden. Die Regisseurin und ihre Hauptdarstellerin erzählen, was sie bei den Dreharbeiten des Films bewegt hat.

De Nina Scheu 

Eben erst war die erfolgreiche Uraufführung des Schweizer Wettbewerbsbeitrages im Locarneser Festivalkino über die Bühne gegangen. Der Goldene Leopard, das Goldene Herz und der Darstellerinnenpreis des Filmfestivals von Sarajevo, der Zürcher Filmpreis (den Andrea Staka morgen im Filmpodium entgegennehmen wird) und die Nominationen Zum Schweizer Filmpreis für «Das Fräulein» lagen alle noch in unbekannter Zukunft.

Štaka (33) war erleichtert, dass ihr erster langer Spielfilm beim Publikum angekommen ist: «Es war ein wunderbares Gefühl zu spüren, mit welcher Aufmerksamkeit die Leute der Geschichte folgten.» Im Film gelingt es ihr, ihre Anliegen über Stimmungen und Bilder so bewegend zu vermitteln, dass die 3500 Zuschauer an der Uraufführung mucksmäuschenstill sitzen blieben. Und so muss es in den Tagen und Wochen darauf offenbar auch den Festivaljurys und Filmkommissionen ergangen sein. Štakas junge Hauptdarstellerin Marija Škaričić hatte den fertigen Film gerade zum ersten Mal gesehen und fühlte sich in die Zeit der Dreharbeiten zurückversetzt. Während sie sich selbst auf der Leinwand zusah, spürte sie die Emotionen der jungen Bosnierin Ana wieder, die nach Zürich kommt und zwei ältere Emigrantinnen aus dem früheren Jugoslawien mit ihren längst verschütteten Träumen konfrontiert.

Film spricht universale Gefühle an

Sie sei Ana sehr ähnlich, sagt die bald Dreissigjährige: «Auch wenn wir in Split und Zagreb, wo ich aufgewachsen bin und wohne, vom Krieg verschont wurden, habe ich fast ebenso viel Angst, mich festzulegen, wie Ana. Aus dieser grundlegenden Unsicherheit schöpfe ich die verschiedenen Charaktere, die ich spiele. Aber sie macht mein Leben manchmal auch unnötig kompliziert.» Es gebe natürlich auch viele Unterschiede, betont die Schauspielerin. Sie könne sich zwar emotional rückhaltlos in eine Rolle hinein begeben, dafür brauche sie aber die Sicherheit eines durchgeplanten Tagesablaufs. «Darum liebte ich den öffentlichen Verkehr in Zürich, alles ist so pünktlich!», bestätigt sie das Klischee aus der Touristenwerbung.

«Du vermittelst aber auch diese Impulsivität, diese Bedingungslosigkeit, mit der Ana sich ins Leben stürzt ohne an ein Vorher und ein Nachher zu denken», wirft Štaka ein, die mit ihren hervorragenden Darstellerinnen drei sehr unterschiedliche Frauenschicksale nachgezeichnet hat.

«ln ihrer Einsamkeit sind sich die drei trotzdem gleich», meint die Schauspielerin: «Sie sind in ihrem tiefsten Innern entwurzelt, darunter leiden sie am meisten. Wenn man mit sich im Reinen ist, fühlt man sich überall gut. Es ist wohl eines der grössten Probleme unserer Zeit, dass die Menschen vielerorts dieses innere Heimatgefühl verloren haben - nicht nur im ehemaligen Jugoslawien.»

Dass «Das Fräulein» universale Gefühle anspricht, dafür sprechen die vielen Preise und die Besucherzahlen in der Romandie, wo der Film bereits gestartet ist.

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Die Wochenzeitung, 30/08/2006
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realfictionfilme.de, 24/01/2007
© Tous droits réservés realfictionfilme.de. Fourni par realfictionfilme.de Archiv
Master Class by Andrea Štaka
/ Sarajevo Film Festival
en / 25/12/2014 / 71‘47‘‘

Porträt von Andrea Štaka
/ SRF
de / 17/08/2013 / 26‘53‘‘

Portrait de Andrea Štaka
/ RTS
fr / 09/05/2019 / 26‘49‘‘

Données du filmo

Autres titres
The Mistress EN
Genre
Drame
Durée
81 Min.
Langues originales
Allemand, Bosniaque, Croate
Prix importants
Prix du cinéma suisse 2006: Meilleur scénario
Ratings
cccccccccc
ØVotre évaluation6,7/10
IMDB:
6,7 (867)
Cinefile-User:
< 10 votes
Critiques :
< 3 votes

Casting & Equipe techniqueo

Mirjana KaranovićRuža
Andrea ZoggFranz
Marija ŠkaričićAna
PLUS>

Bonuso

iVidéo
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Porträt von Andrea Štaka
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gPresse écrite
Critique decadrages.ch
Alain Boillat
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Critique Village Voice
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Die Wochenzeitung / Bettina Spoerri
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Hintergrundinformationen
realfictionfilme.de / nn
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